Parallel können die Teststreifen über die Plattform auch bei anderen Versendern bestellt werden. Entweder ist die Ware direkt bei Amazon am Lager, oder der Anbieter versendet selbst. Bei apothekenpflichtigen Produkten ist nur der Bezug über Partner möglich. Beispiel Aspirin-Brausetabletten (Bayer): Amazon empfiehlt zunächst das Angebot der Versandapotheke Aponeo. Die Bestellung wird bei Amazon aufgegeben, für Verkauf und Versand steht die Versandapotheke ein. Der Kunde merkt dies im Zweifel erst, wenn er sein Päckchen erhält. Denn das „Einkaufserlebnis“ ist Amazon.

Für Versandapotheken ist eine große Verbreitung überlebensnotwendig. Dabei helfen eine starke Marke, Werbepräsenz oder aggressive OTC-Rabatte für die einschlägigen Preisvergleichsportale. „Als Kanal wird aber eben auch Amazon immer wichtiger“, betont Fabian Kaske von der Marketingagentur Dr. Kaske. Rund 30 Versandapotheken nutzen nach seinen Recherchen derzeit die Plattform, darunter namhafte Anbieter wie Aponeo, Deutsche Internet Apotheke, Medpex, Mycare oder Sanicare.

Die Versender können hier eigene Shops einrichten und Amazon gewissermaßen als Plattform nutzen. Das lässt sich der Versandriese natürlich bezahlen – offiziell mit einheitlich 15 Prozent des Umsatzes, inoffiziell berichten Händler von Verhandlungsspielraum. Einen deutlich größeren Anteil am Umsatz beansprucht Amazon für sich, wenn die Produkte des Partners an Lager genommen werden. Dann verwaltet Amazon die Kontingente und kümmert sich um die gesamte Abwicklung.

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