Amazon sucht Prime-Apotheken

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Strategie des Konzerns soll es sein, in jeder Stadt der betroffenen Regionen eine Apotheke unter Vertrag zu nehmen. Diese soll die bestellte Ware dann zum Umschlagplatz liefern, wo sie von den von Amazon beauftragten Logistikern in Empfang genommen wird. In München soll bereits ein Vertrag unterzeichnet sein, in Berlin wird angeblich noch gesucht.

Der Konzern wollte die Informationen weder bestätigen noch dementieren und auch zu seinen Plänen keine Stellungnahme abgeben: „Amazon hat dazu keine Ankündigung gemacht“, lautete die knapp Antwort eines Sprechers auf eine längere Liste mit Fragen zu Pilotprojekten, Regionen, Konditionen und Erwartungen.

Kritiker haben Zweifel, dass das Konzept des Expressdienstes aufgeht. Aponeo habe in Berlin die Erfahrung gemacht, dass der Service von den Kunden gut angenommen werde, sagt ein Branchenkenner: 80 Prozent der Bestellungen in der Hauptstadt würden heute am selben Tag ausgeliefert. Nur finanziell lohne sich der Aufwand nicht: Die Versandapotheke von Konstantin Primbas denke bereits über die Einführung einer Servicegebühr nach.

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