AvP: AOK zahlte schon Abschlag für September

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Während der DAV vornehmlich mit den Ersatzkassen verhandelt, sind die Landesapothekerverbände (LAV) mit den Primärkassen – insbesondere den AOKen – im Gespräch. Vor allem geht es um die Frage einer frühzeitigen Auszahlung der Forderungen der betroffenen Apotheken für den September. Laut BAV befürchteten die Krankenkassen zuletzt vor allem, dass sie für Rezeptforderungen doppelt in Anspruch genommen werden könnten.

Diese Sorge sei zwar mit der Erklärung von Insolvenzverwalter Dr. Jan-Philipp Hoos weitgehend ausgeräumt worden. Einzelne Krankenkassen verlangen von den Apotheken dennoch eine sogenannte Schuldbefreiungs- oder Freistellungserklärungen. Doch da es sich dabei um Ausnahmen handelt, geht unter den Betroffenen die Tendenz dahin, diese Schreiben zu ignorieren.

Mit der TK hat der DAV vereinbart, Apotheken für den September eine Abschlagszahlung mit Valutastellung zum 5. Oktober zu zahlen, wenn sie das Rechenzentrum gewechselt haben. „Die Höhe der Abschlagszahlung wird 85 Prozent der durchschnittlichen Auszahlung betragen, die die TK für den Abrechnungsmonat August dem insolvenzbedrohten Rechenzentrum AvP überwiesen hat“, heißt es in dem Brief des BAV.

Andere Kostenträger hätten zudem bereits signalisiert, dass sie bereit seien, Zahlungen für von der AvP-Insolvenz betroffene Apotheker in diesem Monat früher zu leisten, als dies normalerweise der Fall ist. „Das setzt allerdings voraus, dass die Rezeptabrechnungsstellen in der Lage sind, die Rezeptabrechnungen der betroffenen Apotheken von der Rezeptabrechnung der übrigen Apotheken zu trennen, ohne dass der gesamte Abrechnungsprozess beeinträchtigt wird“, erklärt der BAV.

 

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