Biotech-Investoren

Strüngmann vs. Hopp: Wettlauf um Corona-Impfstoff

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Die Hartnäckigkeit könnte sich jetzt auszahlen: Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen; an ihr sind neben Hopp mittlerweile auch die Bill & Melinda Gates Foundation, der Pharmakonzern Lilly sowie verschiedene Privatinvestoren beteiligt. Das Unternehmen wurde zuletzt zum Politikum: Medienberichten zufolge versuchte US-Präsident Donald Trump, den in Entwicklung befindlichen Impfstoff für einen Milliardenbetrag exklusiv für sein Land zu sichern.

Hopp lehnte ab: „Seit wir 2005 dievini gründeten, bin ich davon überzeugt, dass das Verstehen molekularer Zusammenhänge Diagnose und Therapie auch schwerster Erkrankungen für Patienten weltweit transformativ verbessern wird“, gab er in einer öffentlichen Stellungnahme zu Protokoll. „Dem Ziel, alle Menschen vor Infektionen zu schützen und Patienten weltweit besser therapieren und im besten Fall heilen zu können, bin ich ebenso verpflichtet, wie meiner Absicht, nachhaltige innovative Infrastruktur und Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen können. Ich wäre froh, wenn dies durch meine langjährigen Investitionen aus Deutschland heraus erfolgen würde.“

Im Frühsommer soll eine klinische Studie bei CureVac beginnen, die EU will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen. „Ich habe große Hoffnung, dass im Spätherbst dieses Jahres ein Impfstoff von CureVac verfügbar sein wird. Dann beginnt die nächste Herausforderung, möglichst viele Dosen zur Verfügung stellen zu können“, sagte Hopp, der übrigens am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert. Mit der vorhandenen Produktionsanlage könne das Unternehmen 400 Millionen Dosen pro Jahr herstellen. „Das klingt zunächst einmal viel, aber die Welt hat acht Milliarden Menschen. Vermutlich wird Anfang 2022 die erweiterte Produktionsanlage dann Milliarden dieser Einheiten produzieren können.“ Aber es gebe ja viele Corona-Impfstoffentwicklungen, von denen hoffentlich einige erfolgreich sein würden.

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