Lieferengpass wegen Tierschutzverordnung

StroVac: Fünf Mäuse zu wenig Nadine Tröbitscher, 24.01.2019 08:03 Uhr

Im April soll der vorübergehende Lieferengpass laut BfArM-Meldung des Herstellers voraussichtlich beendet sein. „Die Aussage im April den Impfstoff wieder in die Apotheken bringen zu können, ist also begründet, aber nicht garantiert, da die Entscheidung des PEI noch abzuwarten ist“, teilt die Sprecherin mit. „Es ist traurig und für Laien kaum nachzuvollziehen, an welchen Unwägbarkeiten die Lieferfähigkeit eines Arzneimittels scheitern kann.“

Die Impfung wird hierzulande als IGeL angeboten. Patientinnen müssen für die Spritzen in Vorleistung gehen und das Privatrezept dann bei ihrer Krankenkasse einreichen. Eine Kostenübernahme ist nicht in jedem Fall gesichert. Ein ausreichender Impfschutz ist erst nach mehreren Impfungen erreicht. Das Impfschema kann für Betroffene ab 16 Jahren angewendet werden. Für die Grundimmunisierung sind drei Injektionen mit einem Abstand von ein bis zwei Wochen innerhalb eines Monats notwendig. Patientinnen haben dann einen Rezidivschutz von etwa zwölf Monaten. Eine Auffrischung der Impfung mit dem Booster ist nach etwa einem Jahr nötig – auch dieser fehlt bis voraussichtlich April. Eine Studie konnte zeigen, dass etwa 60 bis 89 Prozent der Patienten im Verlauf infektfrei waren. Eine schützende Immunantwort baut sich jedoch nicht bei jedem Geimpften auf.

Jede zweite Frau erleidet im Laufe ihres Lebens eine Harnwegsinfektion. Bei jeder vierten Patientin ist der Infekt rezidiv. Werden in diesen Fällen immer wieder Antibiotika verordnet, können Resistenzen entstehen. Ursache für eine Cystitis können Bakterien sein. E. Coli kann unkomplizierte und komplizierte Infekte verursachen. Enterokokken, Staphylokokken und Pseudomonas lösen komplizierte Harnwegsentzündungen aus.

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