So plant die Sanacorp bis 2023

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Planungstreue
In den vergangenen Jahren ist es der Sanacorp nicht gelungen, die vom Management gesetzten Ziele zu erreichen. Während die Umsatzplanungen im niedrigen einstelligen Bereich unterschritten wurden, lagen die Erträge auf EBIT-Ebene insbesondere 2016 und 2017 deutlich unter den Erwartungen (44 beziehungsweise 32 Prozent).

Gründe waren das Nichterreichen der Umsatzziele in einzelnen Niederlassungen beziehungsweise Kundenverluste, die durch höhere Rabatte für Neukunden aufgefangen werden mussten. Außerdem führte der deutliche Zuwachs an Hochpreisern wie Solvaldi & Co. zu einem Margenverlust, der nicht vollständig durch Einsparungen und Lieferantenboni kompensiert werden konnte.

Bewertung
Die Gutachter halten die Umsatzplanung für „ambitioniert, aber erreichbar“. Ähnlich sieht es beim Ertrag aus: „Eine signifikante Verbesserung der Profitabilität ist vor dem Hintergrund des hohen Wettbewerbs- und Margendrucks im Pharmagroßhandel nur unter Ausnutzung von Skaleneffekten möglich“, schreiben die Prüfer dazu. Da nachhaltig keine Überrenditen zu erzielen seien, seien die Ertragspläne „ambitioniert, aber insgesamt angemessen“.

Mazars hat das Gutachten im Rahmen der anstehenden Zwangsabfindung der letzten verbliebenen Minderheitsaktionäre vorgelegt. Basierend auf dem ermittelten Firmenwert wurde ein Preis von 29 Euro je Aktie ermittelt. Vor drei Jahren hatte die Sanacorp den Vorzugsaktionären ein Angebot zur Übernahme ihrer Anteile gemacht, seitdem konnten mehr als 95 Prozent der Aktien eingesammelt werden, sodass ein Squeeze-out möglich ist.

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