Interview Dr. Michael Kuck

So funktioniert der Noweda-Botendienst

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ADHOC: Können die Apotheken feste Lieferzeiten buchen? Wie sieht es mit Sonderwünschen der Endkunden aus?
KUCK: Zurzeit erfolgt der Botendienst nach der letzten Tour, also im Zeitraum zwischen 17 und 21 Uhr. Wir denken, das ist eine gute Lösung, da sich zu diesem Zeitpunkt auch die meisten Menschen zu Hause befinden und die Lieferung entgegennehmen können. Sonderwünsche wie etwa eine feste Lieferzeit lassen sich derzeit noch nicht umsetzen. Die Lieferzeit wird zwischen Apotheke und Kunden vereinbart, so wie immer beim Botendienst. Vermutlich ist dieser Bedarf aber auch nicht so hoch, wenn der Verbraucher ein Zeitfenster hat, in dem er mit der Lieferung rechnen kann.

ADHOC: Ist eine sporadische Nutzung möglich?
KUCK: In welchem Umfang die Apotheken das Angebot in Anspruch nehmen können, richtet sich nach der jeweiligen Vereinbarung, die wir mit den Apotheken besprechen. Die Bedarfe sind sehr unterschiedlich, wie uns auch das Pilotprojekt gezeigt hat. Manche Apotheken haben den Botendienst sehr intensiv genutzt, andere benötigen nur wenig zusätzliche Unterstützung, etwa wenn die eigene Kapazität nicht ausreichend ist. Wir treffen im Vorfeld eine entsprechende Vereinbarung, die den Apotheken Planungssicherheit gibt.

ADHOC: Was passiert, wenn der Fahrer eine Sendung vertauscht? Generell: Wer haftet zu welchem Zeitpunkt?
KUCK: Sowohl die Apotheken als auch die Lieferanten tragen in dieser Sache die Verantwortung. Wie beim hauseigenen Botendienst auch, haftet die Apotheke nicht nur für die korrekte Verpackung und Beschriftung der Arzneimittel, sondern auch für die korrekte Handhabung und Auslieferung. Zusätzlich haftet für Letzteres auch der ausführende Bote.

ADHOC: Wie ist der Datenschutz gesichert?
KUCK: Weder die Noweda, noch der Botenfahrer erfährt, welche Medikamente konkret ausgeliefert werden. Diese befinden sich in blickdichten Verpackungen, auf denen die Empfängeradressen aufgebracht sind. Mit allen Beteiligten werden darüber hinaus natürlich die erforderlichen Vereinbarungen zum Umgang mit den Daten geschlossen. Auch hier ist der Patient nicht anders gestellt, als wenn der Bote ein Mitarbeiter der Apotheke wäre.

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