Selber absurd! Kuck kontert Hennrich

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Mit Blick auf die CO2-Bilanz müssten natürlich auch die Großhändler über mehr Nachhaltigkeit nachdenken. Die Noweda befasse sich beispielsweise intensiv mit den Themen Elektromobilität und Wasserstoff. „Gerade in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik sehen wir eine vielversprechende Möglichkeit, unseren Fuhrpark nachhaltiger und ökologischer aufzustellen“, so Kuck.

Der pauschale Abbau von Belieferungstouren würde sofort die hohe Verfügbarkeit von Arzneimitteln für Patienten verschlechtern, ist Kuck überzeugt. „Zugleich würde der ausländische Versandhandel weiter gestärkt, der sich im Übrigen offensichtlich nicht mit Forderungen nach CO2-Einsparungen konfrontiert sieht.“

Kuck fragt sich auch, wie eine höhere Lagerhaltung im Großhandel bei gleichzeitiger Verringerung der Belieferungstoruren die Verfügbarkeit der Arzneimittel in den Apotheken sicherstellen soll. Allein für die Umsetzung der mittlerweile rund 28.000 Rabattverträge müssten die Apotheker dann massiv ihre Lager erweitern, was in vielen Apotheken schon aus Platzgründen nicht möglich sei. „Letztendlich lässt sich Ihre Auffassung zur Verringerung der Belieferungsfrequenz mit einem Satz beschreiben: Verschlechterung der Versorgungsqualität der Bevölkerung zum Zwecke schneller CO2-Einsparung. Eine Politik, die das will, sollte den Mut haben, das auch zu sagen“, so Kuck an Hennrich, der den CDU-Politiker abschließend einlädt, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Großhändler zu machen.

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