Krätze

Scabioral: Infectopharm bringt eigenes Generikum APOTHEKE ADHOC, 10.01.2019 07:59 Uhr

Wird mit oralem Ivermectin behandelt, ist eine einmalige Gabe von 200 Mikrogramm Wirkstoff pro kg KG empfohlen. Dies ergibt bei eine Wirkstoffmenge von 3 mg pro Tablette die Einnahme von zwei Tabletten bei einem Körpergewicht zwischen 25 und 35 kg, Betroffene zwischen 51 und 65 Kilogramm nehmen vier Tabletten ein, wer zwischen 66 und 79 Kilogramm auf die Waage bringt, muss fünf Tabletten schlucken. Eine Höchstgrenze gibt es nicht. So muss ein Patient von 130 kg neun Tabletten schlucken. Die Einnahme sollte mindestens zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen.

Die Leitlinie präferiert jedoch eine topische Behandlung. Deren Ziel ist es Milben, Larven und Eier abzutöten. Mittel der ersten Wahl ist Permethrin, enthalten in Infectoscab 5 Prozent von Infectopharm. Die Creme kann die im Stratum corneum lokalisierten Parasiten abtöten. Das Arzneimittel wird einmalig am ganzen Körper aufgetragen und nach acht bis zwölf Stunden abgeduscht.

Orales Ivermectin ist nur Mittel der zweiten Wahl und soll erst bei Nichtansprechen auf Permethrin eingesetzt werden. Mittel der ersten Wahl ist die orale Therapie nur bei immunsupprimierten Patienten, stark ekzematöser oder erosiver Haut oder wenn aus diversen Gründen wie körperlicher Behinderung eine topische Therapie nicht möglich ist.

Der Arzneistoff bindet mit hoher Affinität an Glutamat-gesteuerte Chloridkanäle der Nerven- und Muskelzellen von Krätzmilben und erhöht somit die Durchlässigkeit der Membran für Chloridionen. Es kommt zu einer Hyperpolarisation der Zellen und schließlich zu Lähmung und Absterben der Parasiten. Säugetiere besitzen hingegen keine Glutamat-gesteuerten Chloridkanäle.

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