Rekordverlust bei Zur Rose

, Uhr

Zur Rose ist seit anderthalb Jahren im Kaufrausch: Ende 2017 wurden Eurapon und Vitalsana übernommen, im vergangenen Jahr folgten – neben Promofarma – Apo-Rot und Medpex. Die beiden Schwergewichte im deutschen Versandhandel bringen es zusammen auf knapp 200 Millionen Euro Umsatz – 2019 schlägt sich deren erstmalige Konsolidierung positiv in den Büchern nieder.

Bislang wusste Oberhänsli seine Deals noch jedes Mal zu finanzieren. Nachdem er 2016 mit der Unternehmerfamilie Frey und dem saudischen Königshaus zwei Investoren und insgesamt knapp 60 Millionen Franken gewinnen konnte, flossen beim Börsengang im Sommer 2017 noch einmal knapp 220 Millionen Franken. Im Juli konnte Oberhänsli 115 Millionen Franken über eine Anleihe einsammeln, das waren 30 Millionen Franken mehr als erwartet. Und die jüngste Kapitalerhöhung spülte noch einmal 200 Millionen Franken in die Kasse. Der Geschäftsbericht weist liquide Mittel von 231 Millionen Franken aus.

Allerdings gab es zuletzt Zerwürfnisse mit einem Großaktionär: Vanessa Frey und Dr. Heinz O. Baumgartner haben sich entschlossen, bei der nächsten Generalversammlung nicht mehr für eine Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung zu stehen. „Dieser Schritt steht im Zusammenhang mit unterschiedlichen Auffassungen über Art und Geschwindigkeit der Umsetzung der Wachstumsstrategie“, räumte Zur Rose ein.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres