Privatgroßhandel

Ebert+Jacobi: Der Niedergang Patrick Hollstein, 28.11.2016 10:19 Uhr



Nach der Restrukturierung schien der Turnaround 2009 geschafft, doch schon ein Jahr später gab es wieder rote Zahlen – von nun an ging es bergab: In den folgenden drei Jahren fuhr Ebert+Jacobi Holdermann jeweils einen Fehlbetrag von rund 400.000 Euro ein. Ende 2012 übernahm das Würzburger Stammhaus weitere 13,3 Prozent der Anteile – viel helfen konnte das nicht mehr. Im Herbst 2014 wurden das Vertriebszentrum in Baden-Baden geschlossen und der Kundenstamm für 2,8 Millionen Euro verkauft. Die Niederlassung in Ludwigshafen wurde in ein Joint Venture mit Fiebig eingebracht. Etwas mehr als eine Million Euro spülte der Deal noch in die Kasse.

Doch auch 2015 gelang die Trendwende nicht: Zwar konnten Darlehen zurückgeführt und damit die Eigenkapitalquote gestärkt werden, doch operativ lief es nicht rund. Dazu kamen Probleme bei der Deutschen Blistergesellschaft: Trotz steigender Umsätze hatte es das Gemeinschaftsprojekt mit Hans-Werner Holdermann seit der Gründung im Jahr 2007 nicht in die Gewinnzone geschafft; über die Jahre hatten sich Verluste von drei Millionen Euro angehäuft. Nach Abschreibungen auf Firmenwerte und Ausleihungen stand bei Ebert+Jacobi ein Fehlbetrag von knapp drei Millionen Euro in den Büchern.

Nun wurden die Gläubiger unruhig. Bereits Ende 2012 hatten sich die Kapitalgeber auf einen Sicherheitenpoolvertrag geeinigt, doch im Frühjahr 2016 wuchs die Skepsis, ob sich die Entwicklung bei Ebert+Jacobi überhaupt noch würde drehen lassen. Angesichts der schwierigen Marktlage zweifelten die ersten Banken daran, dass Mittelständler im Pharmagroßhandel gegen global aufgestellte Konzerne auf Dauer überhaupt noch eine Chance haben würden.

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