HEC Pharm: Generika und Aluminium

, Uhr

HEC Pharm konzentriert sich auf vier therapeutische Bereiche: Antibiotika, Onkologie, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehrere Moleküle befinden sich zurzeit in der Entwicklung, so zum Beispiel der Non-Polymerase-Inhibitor Morphothiadine zur Behandlung von Hepatitis-B. Den Ansatz für diesen Wirkstoff brachte ein ehemaliger Bayer-Mitarbeiter mit. Außerdem entwickelt HEC Pharm zwei Krebsmedikamente, ein Diabetesmittel und einen Wirkstoff zur Bekämpfung des Hepatitis-C-Virus.

Die Wirkstoffe sollen zunächst in China auf den Markt gebracht werden, da die Zulassung neuer Medikamente dort einfacher ist als in den USA oder Europa. In der Volksrepublik müssen Unternehmen beispielsweise nicht nachweisen, dass die Arzneimittel einen Zusatznutzen haben.

Die deutsche HEC Pharm-Niederlassung in Berlin wurde 2010 eröffnet. In der Hauptstadt kümmern sich vier Mitarbeiter vor allem um die Registrierung der Arzneimittel in Europa und den Vertrieb der Präparate. 2012 wurde mit Azithromycin-HECpharm der erste Wirkstoff des Unternehmens in der EU zugelassen – und damit zugleich das erste Präparat eines chinesischen Unternehmens unter dessen eigenem Namen.

Weitere Generika sollen folgen: Clarithomycin, Ciprofloxacin, Levofloxacin und Irbesartan befinden sich zurzeit in der Registrierung für den deutschen Markt. Für Azithromycin hat HEC Pharm bereits Rabattverträge mit der Knappschaft und dem Kassendienstleister GWQ abgeschlossen. Mit den Rabattverträgen will sich der Hersteller in Deutschland etablieren: „Finanziell machen die Rabattverträge keinen Sinn. Aber man darf das Geschäft nicht kurzfristig sehen“, erklärt Kinast.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App »
Generikahersteller
Von Teva zu Glenmark »
Weiteres
„Interessiert an weiteren Rezepten?“
Teleclinic/DocMorris: Mit E-Rezept auf Apotheken-Akquise»
Overwiening kritisiert Lobbygeschenk an Versender
E-Rezept: „Ohne Rücksicht auf Praxistauglichkeit“»
Zu wenig Softwareanbieter und Kassen
E-Rezept: Gematik klagt über geringe Beteiligung»