Marketing

Pixi-Bücher: Arzneimittelwerbung am Kind? Tobias Lau, 15.05.2019 10:01 Uhr

Doch diese Klippe umschifft der Carlsen Verlag geschickt – Marken und Produkte werden nicht offen gezeigt, sondern angedeutet, die Designs werden in ihren Grundmustern dargestellt. Der Wiedererkennungswert und die Bindung an die Marke werden so gezielt auch bei einem jungen Publikum gefördert. Der Verlag sieht dennoch die Story im Vordergrund: „Es ist immer wichtig, dass eine gute Kindergeschichte erzählt wird, die auch Wissen vermittelt“, erklärt eine Unternehmenssprecherin. „Und dass Themen verhandelt werden, die im Kinderalltag relevant sind.“

Das können dann auch Allergien sein, wenn beispielsweise ein auf Antiallergika spezialisierter Biopharmazeutikahersteller wie Stallergenes eine Ausgabe kauft. Da wird dann in der Ausgabe „Paul und die Pollen“ auch offen auf die Seite des Deutschen Allergie-und Asthmabundes verwiesen – und mit Foto-Screenshot im Comic. Die Liste von Unternehmen aus der Gesundheitsbranche lässt sich noch fortsetzen, sei es mit Orthomol („Gesund essen und trinken“), Beiersdorf („Ein Fall für Nobbi“) oder Sanostol („Hörst du auch das Gras wachsen?“). Auch die Schweizer TopPharm-Apotheken haben sich schon eine Pixi-Ausgabe gegönnt.

Wer sein Image bei der jungen Zielgruppe aufpolieren darf, will man bei Carlsen aber weiter selbst entscheiden. „Der Carlsen Verlag behält sich die Auswahl der Unternehmen vor“, auch wenn sich die Unternehmen an den Verlag wenden, nicht umgekehrt. Befindet der Verlag sie als passend, gibt es das Angebot zu relativ festen Konditionen, aber mit Preis auf Verhandlungsbasis. 30.000 Stück Mindestauflage, Mindestnachdruckauflage 10.000. Für den Werbeeindruck kann das Unternehmen zwischen den Umschlagseiten drei und vier wählen. „Es wird immer transparent gemacht, dass es eine Sonderproduktion ist und für wen diese erstellt wurde“, beteuert der Verlag, „Die Bücher sind nicht käuflich im Handel zu erwerben, sondern werden über die Stiftung, den Verband oder das Unternehmen kostenlos verteilt.“ Wer sie trotzdem verkaufen möchte, muss sich zumindest an die Buchpreisbindung halten: 99 Cent pro Band.

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