Marketing

Pixi-Bücher: Arzneimittelwerbung am Kind? Tobias Lau, 15.05.2019 10:01 Uhr

Unter den Sonderausgaben finden sich Büchlein für Industrieunternehmen, Vereine, Berufsverbände, staatliche und kommunale Projekte und Ministerien gleichermaßen. Besonders beliebt sind Berufe. „Ich hab einen Freund, der ist…“ beginnt der Titel dann stets. Es folgen: Pilot, Koch, Busfahrer, Kachelofenbauer. 2006 war dann auch die ABDA am Zug. Gemeinsam mit Hersteller Stada finanzierte sie die Ausgabe „Ich hab eine Freundin, die ist Apothekerin“. Und man dürfte den Band in der ABDA-Presseabteilung gern gelesen haben: Die kleine Pia bedankt sich mit einem selbst gemalten Sommerbild bei der Apothekerin für die Medikamente, die gegen ihr Fieber geholfen haben. Daraufhin macht sie ein Tagespraktikum in der Apotheke, bei dem ihr von der Warenwirtschaft über die Rezeptur bis zum Nacht- und Notdienst alles erklärt wird, natürlich nicht ohne das dazugehörige Framing.

Die Markenwerbung für Stada kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz: Auch wenn keine Klarnamen zu lesen sind, kann man ohne Weiteres an den Arzneimittelpackungen und der Ware in der Sichtwahl erkennen, wessen Designs da zitiert werden. Auch dass der Sonnencreme-Aufsteller wie eine große Ladival-Flasche aussieht, dürfte kein Zufall sein. Zumindest bei der kleinen Heldin des Buchs verfängt die Werbung für den Beruf: „Wenn ich groß bin, will ich auch Apothekerin werden“, sagt sie.

Gute Imagearbeit für den Berufsstand, mag man sagen. „Eine besondere Gewichtung fällt auf die Nachwuchsförderung“, drückt es der Verlag aus. Den zahlenden Verbänden solle so geholfen werden, „Kinder und junge Menschen für Gewerke und ausgefallene Berufe zu begeistern“. Auch Integritas, laut Eigenbezeichnung „Verein für lautere Heilmittelwerbung“, kann daran nichts aussetzen. „Dass man einen Beruf vorstellt, ist natürlich nicht verwerflich“, sagt dessen Sprecherin. „Problematisch wird es erst dann, wenn konkret für ein Arzneimittel geworben wird.“

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