Großhandel

Phoenix kürzt Konditionen und Touren Carolin Ciulli, 09.11.2018 14:54 Uhr

Berlin - Der Großhandel steht unter Druck. Phoenix zieht als erster Anbieter die Reißleine und kürzt in einer ersten Runde bei einzelnen Apotheken die Konditionen. Zudem wird die Häufigkeit der Belieferung eingeschränkt. Der Branchenprimus aus Mannheim erklärt die Einschnitte mit durch den Gesetzgeber bedingten Kostensteigerungen.

Phoenix hat in einem Schreiben an Apotheken eine Reduzierung der Konditionen um 1,2 Prozent verkündet. Man sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in dem Schreiben. „Darüber hinaus müssen wir eine Optimierung unserer logistischen Abläufe erreichen.“ Deshalb sei eine „grundsätzliche Streichung einer Tag-Belieferung notwendig“.

Die vom Gesetzgeber bedingten Kostensteigerungen könnten nicht mehr kompensiert werden, argumentiert der Großhändler in dem Brief, der vom jeweils zuständigen Vertriebsdirektor und Betriebsdirektor unterschrieben ist. Einige Kostentreiber seien die GDP-Anforderungen, Lohnsteigerungen, die Umstellung auf Kühlfahrzeuge und die Chargenverfolgung beziehungsweise Securpharm.

Hinzu komme ein „stetiger Spannenverfall“ mit einem „heterogenen Bestellverhalten und der Verlagerung attraktiver Sortimente weg vom vollsortierten Großhandel“. Dadurch funktioniere die zugrundeliegende Mischkalkulation nicht mehr, schreibt der Großhändler an die Apotheken. Sie setze die Marge weiter unter Druck.

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