Apothekenketten

Phoenix: 2500 eigene Apotheken Cynthia Möthrath, 30.01.2019 15:19 Uhr

In einer internen Firmenpräsentation wurde UTA allerdings bereits 2004 als „Finanz- und Management-Holding eines international ausgerichteten Konzerns im Bereich des pharmazeutischen Einzelhandels“ bezeichnet. Knapp 2000 Beschäftigte erwirtschafteten damals in den verschiedenen Ländern für die deutschen Investoren einen Umsatz von 450 Millionen Euro. Auch mehrere Polikliniken und Gesundheitszentren gehörten später zum Unternehmen.

Warum Firmenchef Adolf Merckle mit einem Teil seiner Apotheken jahrelang auf Tauchfahrt war, kann nur erahnt werden: In Ungarn durften sich Pharmagroßhändler jahrelang nicht an Apotheken beteiligen; hier hatte Phoenix zuletzt die EU-Kommission eingeschaltet. Denkbar sind außerdem wettbewerbsrechtliche oder steuerliche Motive.

Nach dem Tod Merckles dürften die Treuhänder bei ihren Aufräumarbeiten irgendwann auch auf UTA gestoßen sein. Dabei könnte auch der Entschluss gefallen sein, die „Luxemburg-Untergruppe“, wie sie intern genannt wurde, endgültig aufzulösen. Später wurde UTA von Phoenix übernommen, das Versteckspiel hatte ein Ende.

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