Glaeske und die Strüngmann-Spende

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Glaeske gibt zu: „Die Spende kam nicht ungelegen.“ Mit den Drittmitteln der Krankenkassen könnten auch nur die dazugehörigen Projekte finanziert werden. Im Gegensatz dazu habe man über das Geld aus der Spende frei verfügen können. Konkret konnte laut Glaeske eine Stelle geschaffen werden, die nicht an ein einzelnes Projekt der Kassen gebunden war.

Ein Vorteil, hangelt sich sein Institut doch sonst von Auftrag zu Auftrag: Der Innovationsreport etwa könne mit den Drittmitteln der TK nicht komplett finanziert werden. Sein Institut müsse erst in Vorleistung gehen und die Methodik aufsetzen. Die Spende habe man entsprechend auch dazu genutzt, eine neue Methodik zur Darstellung und Auswertung von Daten zu schaffen, die für den Innovationsreport genutzt werden konnte.

Glaeske hat an der Universität Bremen seit 1999 eine Forschungsprofessur zur Arzneimittelanwendungsforschung. Das ehemalige Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) firmiert heute als „Socium Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik“. Mittlerweile emeritiert, nutzt Glaeske die Infrastruktur der Universität und ist für die Finanzierung seine Projekte selbst verantwortlich. Viele Aufträge kommen von den Krankenkassen; den Vorwurf, ein „Kassen-Instituts“ zu sein, kennt Glaeske. Dennoch habe er „sich nie verbiegen und von Drittmittelgebern beeinflussen lassen“. Seine Arbeit sei wissenschaftlich und die Universität Bremen führend in der Sekundärdatenforschung.

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