Glaeske und die Strüngmann-Spende

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Dr. Sylvia Gerke, Geschäftsführerin von Neuraxpharm, erklärt auf Nachfrage, dass damalige Gesellschafter des Unternehmens – die Familie Strüngmann – gezielt die Arbeit von Glaeske unterstützen wollten. Auch sie betont, dass man keinerlei Gegenleistung erwartet habe, lediglich die gute Arbeit in den Bereichen Markt, Patientenversorgung, Innovationen und Arzneimittelreport unterstützen wollte. Ziel sei es gewesen, einen Beitrag zur Versorgungsforschung zu leisten.

„Neuraxpharm zählt nicht zu den forschenden Unternehmen, sondern ist ein Generikahersteller, der von der Spende keinerlei Vorteile hat“, sagt Gerke. Man entwickle keine neuen Arzneistoffe und habe keinerlei Beziehungen zu Glaeske. Dessen Arbeit sei ohnehin nicht in der Produkt-, sondern vielmehr in der Versorgungsforschung angesiedelt. Das Geld sei am Ende in den TK-Innovationsreport geflossen, mit dem Wirkstoffe bewertet werden, die nach 2013 auf den Markt gekommen sind. In diesem Jahr wurden die Statine kritisch hinterfragt. Unter den Produkten ist keines von Neuraxpharm zu finden.

Dr. Thomas Strüngmann verweist darauf, dass Neuraxpharm im Laufe der Jahre sehr viel gespendet habe. So seien in Augsburg 1,5 Millionen Euro in den Aufbau des Therapiezentrums „Ziegelhof“ für gehandikapte Kinder geflossen. In München habe man das Projekt „Care for Rare“ für sehr seltene Kinderkrankheiten unterstützt.

„Neuraxpharm hat in Absprache mit uns im Jahre 2015 eine Spende an die Universität Bremen gegeben zur Unterstützung eines Forschungsprojektes ‚Förderung der patientenorientierten Versorgungsforschung‘“, so Strüngmann. Darüber hinausgehende Zuwendungen an Glaeske über Neuraxpharm oder Strathos (Siemens/Sidroga), Klinge oder Aristo habe es nicht gegeben: „Von weiteren Spendenzahlungen an die Universität Bremen ist uns nichts bekannt.“

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