Gynäkologie

Pascofemin: Spasmo wird Complex APOTHEKE ADHOC, 19.02.2019 15:50 Uhr

Leiden Frauen unter einer primären Dysmenorrhoe, können die Beschwerden einige Tage vor Beginn der Periode auftreten und sind in den ersten 24 Stunden am intensivsten. Als Ursache wird eine Überproduktion von Prostaglandinen vermutet, die Gebärmutter kontrahiert und es kommt zum Schmerz. In diesem Fall kann ein kurzzeitiger Einsatz von Analgetika die Beschwerden lindern. Geeignet ist beispielsweise Naproxen oder Ibuprofen.

Kontrahiert die Gebärmutter, können schmerzhafte Krämpfe die Folge sein. Betroffene können hier zum Wirkstoff N-Butylscopolamin (Buscopan) greifen, der den Tonus der glatten Muskulatur verlangsamt. Betroffene können bis zu dreimal täglich ein bis zwei Tabletten einnehmen. Kontraindiziert ist das Arzneimittel jedoch bei Patientinnen mit Herzrhythmusstörungen, Engwinkelglaukom oder Muskelschwäche. Buscopan ist auch in Kombination mit Paracetamol erhältlich.

In einigen Fällen kann auch die Einnahme eines Magnesiumpräparates Linderung verschaffen. Außer auf Nahrungsergänzungsmittel setzen einige Frauen auch auf die Anwendung von Schüssler Salzen. Die „heiße Sieben“, bei der zehn Tabletten Magnesium phosphoricum in heißem Wasser gelöst und schluckweise getrunken werden, kann alternativ empfohlen werden. Zur Behandlung von Rhythmusstörungen der Periode, Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten und monatlichen prämenstruellen Beschwerden können Präparate mit Mönchspfeffer eingenommen werden. Kontraindiziert sind diese allerdings bei Gabe von Dopaminrezeptor-Antagonisten. Den Keuschlammfrüchten wird eine dopaminerge Wirkung zugesprochen. Agnus castus soll in die Steuerung des Zyklus eingreifen – die Datenlage ist jedoch noch lückenhaft. Die vermutete dopaminerge Wirkung des Keuschlammmes soll die Ausschüttung von Prolaktin mindern und so den Zyklus harmonisieren – Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten, Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder Migräne können vermindert werden.

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