Pfreimd

Noweda schließt Ebert+Jacobi-Standort

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Für die Schließung spricht laut Noweda-Vorstand Karl Josef Paulweber aber auch die aktuelle Situation des Standorts. Hohe Investitionen wären künftig erforderlich geworden. „Für eine wirtschaftlich sinnvolle Fortführung der Gesellschaft wären in den nächsten Monaten und Jahren erhebliche Aufwendungen erforderlich“, sagt er. An dem gemieteten Standort sei das nicht nachhaltig. Paulweber ist für alle baulichen und technischen Anforderungen in den Niederlassungen verantwortlich.

Noweda hatte Ebert+Jacobi Ende 2016 übernommen. Der Privatgroßhändler mit Sitz in Würzburg galt mit Abstand als führender Familienbetrieb unter den vollversorgenden Privaten. Es war der letzte große Coup des scheidenden Noweda-Chefs Wilfried Hollmann. Die Essener stärkten mit der Übernahme ihren Platz 2 hinter Phoenix aus Mannheim.

Mit der Übernahme des Privatgroßhändlers durch Noweda änderten sich die Verhältnisse nicht nur in Bayern: Der Großhandelsverbund Pharma Privat verlor ein Drittel seines Umsatzes und seine Flächendeckung. Seit 1984 war Ebert+Jacobi Gesellschafter des Kooperationsverbundes Pharma Privat. In Bayern gibt es für die Apotheken keine inhabergeführte Alternative mehr.

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