Rx-Versandverbot

Noweda: Mail-Lawine für Spahn APOTHEKE ADHOC, 06.12.2018 14:55 Uhr

Die Noweda hat sich bis zum heutigen Tag selbst sehr für ein Rx-Versandverbot eingesetzt und sogar ein rechtliches Gutachten in Auftrag gegeben. Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Kuck hatte den Gesetzgeber bei der Generalversammlung für sein Zögern kritisiert: „Das ist schon bemerkenswert. Da sorgt die Politik durch ihre Entscheidung, den Versandhandel zuzulassen, für eine überaus unsichere Zukunft der flächendeckenden Versorgung. Und wenn es dann wirklich gefährlich wird, weil neue Marktakteure ihre Chancen wahrnehmen und vom Europäischen Gerichtshof dabei noch tatkräftig unterstützt werden, verweigert eben diese Politik schnell und nachhaltige Maßnahmen.“

Ob die eigene E-Mail-Maßnahme erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Der Aufruf des Niedersächsischen Apothekerverbands, dem damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) aus Protest den eigenen Kittel zu schicken, war 2012 kein durchschlagender Erfolg. Dass sich Spahn aktuell noch von seinem Weg abbringen lässt, nur weil er Mails bekommt, dürfte ebenso unwahrscheinlich sein.

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