Noweda-Spediteur fährt am Existenzlimit

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Der Spediteur fährt pro Stunde einen Verlust also von 0,31 Cent ein. Jeden Monat leistet die Firma Michutta für die Noweda 600 Stunden. „Das macht einen Verlust von 185 Euro“, rechnet Michutta vor. Dabei hat der Firmeninhaber noch nicht einmal seinen Unternehmerlohn angesetzt. Bei einem kalkulatorischen Unternehmergewinn von zehn Prozent, Rückstellungen für Reparaturen und die Anschaffung neuer Fahrzeuge (2,5 Prozent) fehlen Michutta pro Arbeitsstunde sogar 1,70 Euro. „Statt 10,80 Euro müsste ich 12,81 Euro pro Stunde erhalten“, beklagt er sich.

Aber soviel Geld erhält noch nicht mal Michuttas Gebietsspediteur von der Noweda: 12,50 Euro pro Stunde. Davon muss der Gebietsspediteur neben dem Fuhrunternehmen Michutta auch einen Einsatzleiter und ein Ersatzfahrzeug bezahlen. „Wir können aus Sch… keine Bonbons machen“, beschreibt Michutta drastisch seine Lage. Würde er nicht noch Zeitungen ausfahren und für die Drogeriekette dm Touren ausliefern, „wäre ich in vier bis sechs Wochen insolvenzreif“.

Schon bei den Lohnkosten fehlen Michutta jeden Monat circa 50 Euro pro Fahrer. Der Fuhrunternehmer aus Zeesen zahlt seinen Mitarbeitern Mindestlohn und damit 1385,50 Brutto im Monat. Inklusive der Sozialabgaben steigen die Lohnkosten auf 1810,64 Euro. Vom Gebietsspediteur erhält er 1760,40 Euro.

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