Apothekenpflicht

Mucosolvan: Bumerang für Sanofi Patrick Hollstein, 25.01.2019 16:34 Uhr

Aufgrund der einstweiligen Verfügung sah sich der Konzern gezwungen, die Apotheken über den Verkaufsstopp zu informieren. Denn auch wenn in der Regel die Wettbewerbsvereine nicht gegen die Handelspartner der Hersteller vorgehen: Jede Apotheke, die der Aufforderung des Konzerns keine Beachtung schenkt, setzt sich dem Risiko aus, selbst abgemahnt zu werden.

Was mit der Ware geschieht, ist noch unklar. Denn bis eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren fällt, kann es noch dauern. Am Montag will Sanofi die Apotheken informieren, wie sie mit ihren Beständen umgehen sollen. Offenbar wurden in der ersten Runde auch noch gar nicht alle Apotheken informiert. Sanofi will sich nicht äußern: „Wir bitten darüber hinaus um Verständnis, dass wir während laufender Rechtsstreitigkeiten keine weiteren Informationen herausgeben möchten. Über den Ausgang dieser Streitigkeit sowie über weitere Aktivitäten des agierenden Wettbewerbsverbandes gegenüber anderen Handelsstufen und Akteuren möchten wir nicht spekulieren.“

Für den Konzern könnte es teuer werden: Seit dem Launch wurden mehr als 300.000 Packungen verkauft. Allerdings wurden mehr als eine halbe Million Packungen ausgeliefert, sodass in den Apotheken noch mehr als 200.000 Einheiten vorrätig sein dürften.

Für die Apotheken ist der Verkaufsstopp bei Mucosolvan Phyto Complete ebenfalls ärgerlich, denn die Neueinführung war im Grunde sehr erfolgreich. Der Konzern hatte das Produkt massiv in Zeitschriften beworben, viele Kunden kamen mit ausgeschnittenen roten „Erinnerungsecken“ in die Apotheke, auf denen neben dem Namen auch die PZN abgedruckt war. Auch wenn die Publikumswerbung jetzt ebenfalls gestoppt werden muss, dürfte es noch Nachfragen geben.

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