Medicharge: Apotheker digitalisiert Heimversorgung

, Uhr

Dabei handelt es sich um eine Kommunikationsplattform für Medizinbestellungen, Medikationsmanagement und Informationsaustausch zwischen Apotheken und Heimen. Im Portal können alle wesentlichen Arbeitsschritte abgebildet werden, Bestellungen kommen nicht nur an, sondern können mit wenigen Klicks auch dem Botendienst zugeteilt werden. Die Kommunikation erfolgt ebenfalls innerhalb des Portals per Messaging – umständliches Abtelefonieren soll so entfallen. Die Dokumentation erfolgt dabei automatisiert. „Im Prinzip kann alles über Texteingabe übermittelt werden. Wir haben bewusst Wert auf eine einfache Bedienung gelegt“, sagt Eschrich.

„Der Einstieg ist denkbar einfach: Man muss sich nur online anmelden und seine Daten eintragen. Es braucht keine Installation und das Angebot ist monatlich kündbar“, erklärt Orcas-Geschäftsführer Mario Gleichmann. „Wir haben versucht, das System so transparent wie möglich aufzubauen.“ 70 Euro pro Pflegedienst kostet das monatlich kündbare Angebot, bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr sinkt der Preis auf 50 Euro im Monat. Fünf Apotheken mit insgesamt 30 Pflegediensten würden Medicharge bereits nutzen, erzählt er. Und die Zahl solle bald noch steigen. „Wir stehen kurz vorm Release der zweiten Version, die noch schneller, einfacher und übersichtlicher ist“, sagt Gleichmann. Parallel werde gerade ein Vertriebsteam in Berlin aufgebaut, um auf Kundenakquise zu gehen.

Eschrich zufolge könnten Apotheken bis zu 30 Prozent Arbeitszeit in der Heimversorgung einsparen. „Den größten Effekt hat es, wenn auch das jeweilige Heim mit angeschlossen ist“, sagt er. Dann könnten beispielsweise auch Bestellungen aus den Excel-Tabellen der Heimsoftware importiert und von der Software automatisch erkannt werden. Die Daten der jeweiligen Pflegedienste würden auch nur lokal in eigenen Datenbanken gespeichert – das gesamte System sei komplett DSGVO-konform, versichert Gleichmann. Die Entlastung von Mitarbeitern und deren Nerven könne Apotheken auch helfen, sich allgemein in der Heimversorgung besser aufzustellen: „Man kann das als zusätzliche Dienstleistung anbieten, um aus der Masse hervorzustechen, oder durch die freiwerdenden Kapazitäten weitere Heime in die Versorgung aufnehmen“, so Eschrich.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Mehr aus Ressort

Plattform verspricht Arzneimittel in 30 Minuten
Gründer spielen Express-Apotheke »
Premiere bei Eucerin
Run auf Adventskalender »
Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
Plattform verspricht Arzneimittel in 30 Minuten
Gründer spielen Express-Apotheke»
Premiere bei Eucerin
Run auf Adventskalender»
Verschließbare Box mit App-Kontakt
Botendienst mit Fernsteuerung»
Wie erzielt man Reichweite?
Instagram für die Apotheke»