Kassen erschweren Lösung im AvP-Prozess

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Positiv im Bericht vermerkt sind der Verkauf des Krankenhausapothekengeschäfts an Noventi sowie des Hilfsmittelgeschäfts an das ARZ Haan. Noventi hat bereits 12 Millionen Euro überwiesen, aus dem variablen Teil des Kaufpreises werden der Masse weitere 2 Millionen Euro zufließen. Die ARZ Haan-Tochter RZH hat für das Hilfsmittelgeschäft 750.000 Euro gezahlt.

Da die allermeisten Posten, Bankguthaben und offenen Forderungen aufgrund der unklaren Ansprüche nur mit einem Erinnerungswert von einem Euro im Bericht verbucht werden, beläuft sich die freie Masse im Vermögen auf lediglich 9,4 Millionen Euro. Die Kosten des Insolvenzverfahrens schätzt Hoos inklusive Gerichtskosten auf 1,5 Millionen Euro. Eine Aussicht auf eine Quote lasse sich immer noch nicht beziffern, „da die mögliche Spannbreite angesichts etwaiger Drittrechte erheblich ist“, heißt es im Bericht. Wegen der vielen laufenden Prüfungen rechnet Hoos damit, dass das Insolvenzverfahren frühestens 2022 abgeschlossen werden kann.

Parallel läuft die strafrechtliche Aufarbeitung: Der ehemalige AvP-Chef Mathias Wettstein sitzt nach Informationen von APOTHEKE ADHOC weiterhin in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte im Januar bekannt gegeben, dass gegen insgesamt fünf Beschuldigte aus der Führungsebene der Unternehmensgruppe sowie Mitarbeiter ermittelt wird, Wettstein war einer von ihnen. Es geht es um den Verdacht der Insolvenzverschleppung und Bankrott, Bilanz- und Urkundenfälschung, Betrug sowie Untreue.

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