Plattform zur Nutzenbewertung

Iqvia: Klinische Studien mit Apps auf Rezept APOTHEKE ADHOC, 12.08.2020 15:19 Uhr

Hierzu werden die Bewertungen und Scores der App im AppStore zur Berechnung herangezogen. Wie bei Medikamenten sind die primäre Adhärenz, also die Nutzungszahlen der DiGA, und die Persistenz, also die Zahl der Patienten, die die App kontinuierlich nutzen, entscheidende Kriterien, um eine Intervention zu beurteilen. Schließlich fließt auch die Bewertung einer DiGA durch den Verordner in den Score ein. Zusätzlich wird auch die Anzahl der Verordnungen eines Arztes berücksichtigt. Zu den Unterfaktoren, die sich auf den Score auswirken, zählen Empfehlungen durch Fachgesellschaften (Anzahl und Art), Funktionalitäten wie Erinnerungsmöglichkeiten, Archivfunktionen sowie softwarebezogene Fragen wie die Updatefrequenz oder moderne Entwicklungsstandards.

Ab wann Iqvia seine Plattform auch deutschen Ärzten zur Verfügung stellen kann, steht laut Unternehmen noch nicht fest, da dies von der Kompatibilität mit den Richtlinien der deutschen Behörden abhänge. Doch Iqvia bereitet sich bereits auf einen stark wachsenden Markt vor. Nach Berechnungen des Iqvia Institute for Human Data Science waren bereits vor drei Jahren weltweit über 300.000 Gesundheits-Apps verfügbar. „Seitdem kommen schätzungsweise 200 Apps täglich hinzu“, so Iqvia. Allein in Deutschland gehe die Unternehmensberatung Roland Berger bis 2025 von einem Marktvolumen von rund 38 Milliarden Euro aus.

„Wenngleich mit DVG und Fast-Track-Verfahren die Monetarisierung und der Marktzugang deutlich erleichtert werden, bleibt abzuwarten, wie sich die langfristige Markt- und Anbieterstruktur entwickeln wird. Dies wird nicht zuletzt auch vom Verhalten der etablierten Player in der Gesundheitsversorgung, allen voran den großen Pharmaunternehmen, abhängen“, erklärt Dr. Stefan Plantör, Leiter des Bereichs Real World Insights & Governmental Affairs bei Iqvia Deutschland. „Wenngleich mit DVG und Fast-Track-Verfahren die Monetarisierung und der Marktzugang deutlich erleichtert werden, bleibt abzuwarten, wie sich die langfristige Markt- und Anbieterstruktur entwickeln wird. Dies wird nicht zuletzt auch vom Verhalten der etablierten Player in der Gesundheitsversorgung, allen voran den großen Pharmaunternehmen, abhängen. Insoweit allerdings der Gesundheitsmarkt immer mehr durch eine branchenübergreifende Vernetzung charakterisiert ist, spricht dies allgemein für eine positive Entwicklungstendenz. Im Besonderen wird sich die Spreu vom Weizen nach einer gewissen Zeit trennen, spätestens dann, wenn belastbare Evidenznachweise vorliegen.“

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