Ibuprofen: Ratiopharm bringt Direktgranulat

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Ratiopharm hat mit Lieferproblemen bei den Ibuprofen-haltigen Fiebersäften zu 20 und 40 mg/ml zu kämpfen. Zum Jahresbeginn wurden die Säfte aufgrund der bestehenden Rabattvertragssituation komplett aus dem Überweiser-Geschäft gestrichen. In Ulm hofft man, dadurch die flächendeckende Versorgung mit dem Rabattarzneimittel sicherstellen zu können – „so gut es aufgrund von Warenverfügbarkeit möglich ist“.

Der Konzern will die gesamte derzeit verfügbare Ware umgehend an den Großhandel ausliefern. Dennoch bleibe „die Situation bezüglich der Warenverfügbarkeit weiterhin angespannt“. Apotheken werden gebeten, ihren Bedarf beim Großhandel zu bestellen. „Sofern Sie ihre Warenbezüge bei uns direkt vornehmen, gilt die Rabattregelung für Bestellungen dieser Artikel auch im Direktgeschäft“, hieß es zum Jahresbeginn aus Ulm.

Kann Ratiopharm die geschlossenen Rabattverträge nicht bedienen und in ausreichender Menge Nachschub liefern, könnten Vertragsstrafen drohen. Der Hersteller hatte im Juni von der AOK in allen acht Gebietslosen den Zuschlag bekommen. Einig wurde man sich auch mit DAK und Barmer. Den Vorverkauf startete Ratiopharm bereits im Frühjahr 2017, schon damals blieben die Regale leer. Aus Ulm kamen nur kleine Lieferungen. Bis November vergangenen Jahres wurden Überweiser noch bevorzugt behandelt. Einem Sprecher zufolge war eine Rohstoffverknappung bei Ibuprofen der Grund für den Engpass.

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