Richtfest bei Aphria

Hier wächst bald deutsches Cannabis APOTHEKE ADHOC, 12.08.2019 12:42 Uhr

Von Aussaat bis Ernte werden die Pflanzen in der Anlage kein einziges mal echtes Sonnenlicht sehen. In verschiedenen Kammern der mehr als 6000 Quadratmeter großen Anlagen werden sie mittels aufwendiger Technik im Schnelldurchlauf hochgezüchtet: So wird die Luft drinnen 90 Mal pro Stunde komplett ausgetauscht, bei konstant 23 Grad Celsius und maximal 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Mitarbeiter brauchen unter den extrem hellen Lampen des Gewächshauses starke Sonnenbrillen.

Durch die guten Wachstumsbedingungen soll es im Durchschnitt nur zehn bis elf Wochen dauern, bis die Blüten geerntet werden. In der Natur schaffen die Pflanzen dies nur einmal pro Jahr. „Wir erreichen in dieser Anlage fünf bis sechs Ernten pro Jahr“, erklärt Knopp. „Das schaffen wir, indem wir den Tag-Nacht-Zyklus verkürzen.“

Danach muss jede Cannabis-Charge wegen möglicher genetischer Veränderungen strenger Vorgaben des BfArM überprüft werden. Denn der Gehalt der Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) darf bei nur um bis zu zehn Prozent schwanken. Beide Gehalte sind bei medizinischem Cannabis konstant und variieren nicht so stark wie illegale Produkte im Straßenverkauf. In der Apotheke kostet das Gramm aktuell mehr als 20 Euro. Die weltweiten Produktionspreise liegen zwischen drei und sechs Euro, sagt Knopp.

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