Cochrane-Review

Hersteller zerpflücken Homöopathie-Studie Gabriele Hoberg, 14.05.2018 13:23 Uhr

Die vom ehemaligen deutschen Bundespräsidenten und seiner Ehefrau gegründete Karl und Veronica Carstens-Stiftung zur Förderung von Naturheilkunde und Homöopathie meldet in einer Stellungnahme Zweifel an der Datenrelevanz der Studie an: „Die vorliegende Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit einer homöopathischen Behandlung bei Infektionen der oberen Atemwege von Kindern wertet lediglich zwei Studien aus. Jede dieser Studien dokumentiert für sich positive Therapieeffekte der Homöopathie, einmal tendenzielle Überlegenheit gegenüber Placebo und einmal mindestens Gleichwertigkeit mit einer Standardtherapie inklusive Antibiotika.“ Die statistische Gesamtauswertung erfolge dagegen nach methodisch fragwürdigen Gesichtspunkten.

Bei Hevert braucht man noch Zeit, um die Analyse näher bewerten zu können. „Generell sieht man, dass in die Studie lediglich acht klinische Studien eingeschlossen wurden, von denen wiederum aufgrund deren Qualität oder methodologischer Probleme nur vier ausgewertet werden konnten“, so Firmenchef Mathias Hevert. „Unsere Erfahrung im Indikationsgebiet Erkältungskrankheiten zeigt, dass die Kundenzufriedenheit sehr hoch ist.“

Generell gehe die Tendenz in der Homöopathieforschung dahin, die zahlreichen Behandlungsansätze und Arzneimitteltypen, die in der Homöopathie traditionell gewachsen sind, nicht mehr über einen Kamm zu scheren beziehungsweise die Homöopathie in Gänze bewerten zu wollen. „Gerade das scheint aber in der vorliegenden Cochrane-Meta-Analyse wieder teilweise passiert zu sein, auch wenn hier nur Studien zu einer festen Indikation betrachtet wurden.” Als Beispiele nannte er die individualisierte Verordnung oder Verordnung nach fester Indikation sowie die Verabreichung von Fertigarzneimitteln beziehungsweise Einzelmitteln oder Komplexmitteln und schließlich den Einsatz von Tief- oder Hochpotenzen.

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