Sanofi Pasteur MSD (SPMSD) ist mit Vaxigrip vertreten. Seit dem Verlust von Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Sommer dürfte der Marktanteil aber deutlich gesunken sein; ein Ende des negativen Trends ist nicht in Sicht: Bei den jüngsten Ausschreibungen der Kassen bis 2019 musste SPMSD weitere Bundesländer abgeben. Zum Jahresende wird das Gemeinschaftsprojekt von Sanofi und MSD Sharp & Dohme eingestellt, der Grippeimpfstoff geht zurück an Sanofi.

Ratiopharm und Stada hatten sich 2015 beziehungsweise 2016 zurückgezogen. Zusätzlich gibt es noch den nasalen Impfstoff Fluenz (AstraZeneca) und den tetravalenten Impfstoff Influsplit tetra (GlaxoSmithKline), die aber bislang nur in der Nische eine Bedeutung haben. Fluenz wird zwar von den Kassen mittlerweile übernommen, aber nur für Kinder von 2 bis 18 Jahren eingesetzt. Nicht angeboten werden derzeit die aus Zellkulturen hergestellten Impfstoffe Optaflu (Seqirus) und Preflucel (Baxter) sowie die für Senioren gedachte und intradermal zu applizierende Vakzine Intanza (SPMSD).

Laut IMS wurden in den zwölf Monaten bis September 13,5 Millionen Impfdosen im Wert von 117 Millionen Euro auf Basis der Herstellerabgabepreise (ApU) ausgeliefert. Das entspricht einem Umsatzsprung von 30 Prozent; fast das komplette Geschäft wird jeweils im dritten Quartal gemacht. 2014 waren die Umsätze um 7 Prozent eingebrochen, um sich 2015 mit einem Plus von 4 Prozent zu stabilisieren.

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