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Stada-Übernahme droht zu platzen dpa, 21.06.2017 17:28 Uhr



Zwar ist es bei Übernahmen üblich, dass Großanleger die Frist ausreizen. Doch an Stada halten auch Privatanleger laut Firmenangaben mit 27 Prozent einen relativ hohen Anteil. Unter ihnen sollen viele traditionsbewusste Ärzte und Apotheker sein. Von den Privatanlegern hätten bisher nur etwas mehr als die Hälfte Aktien angedient, hieß es in Bankkreisen. Mit weiteren Zuläufen sei kaum zu rechnen.

Eine zusätzliche Hürde sind Indexfonds, die 12 Prozent der Anteile besitzen und die Entwicklung des MDax abbilden. Sie sind aus rechtlichen Gründen gebunden, bestimmte Annahmequoten abzuwarten. Die Finanzinvestoren rechneten nicht mehr damit, die Papiere noch angedient zu bekommen, verlautete es in den Kreisen. Als Problem gilt auch, dass Hedgefonds in der Hoffnung auf ein höheres Angebot zu hohen Kursen eingestiegen seien und nun zögerten.

Sollte der Deal platzen, befürchten Analysten einen Kursrutsch der Aktie. Stada-Papiere hatten zuletzt stark zugelegt, weil Anleger auf einen Erfolg der lukrativen Übernahme gesetzt hatten.
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