Generikafirma aus dem Elbtunnel

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Rabattverträge gibt es unter anderem für Zoledronsäure, Azathioprin, Imatinib, Calciumfolinat und 5-Fluoruracil, neben AOK, DAK und TK sind viele Betriebskrankenkassen an Bord. So deckt Effect Pharma nach Angaben von Reinhold 80 Prozent aller Kassen in Deutschland ab. So kann man eben auch rechnen.

Effect Pharma hat sich nicht auf bestimmte Indikationen fokussiert, ausschlaggebend für das Produktspektrum ist, dass es sich um Nischenprodukte handelt. „Wir haben uns darauf spezialisiert, Lücken zu schließen – wir springen als schlankes, flexibles Unternehmen dort ein, wo die großen Anbieter passen“, fasst Reinhold zusammen. Mittlerweile beliefern die Berliner auch führende Pharmagroßhändler in Deutschland.

Reinhold weiß, welche Zutaten er braucht, um mit seiner Geschäftsidee Erfolg zu haben: „Glück, ein gutes Netzwerk und Bekanntheit.“ Durch die lange Erfahrung und Tätigkeit in der Pharmabranche seien viele tragfähige Kontakte entstanden, auf die er und sein Team aufbauen könnten. „Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen“, erklärt von Wedel. „Bei der ersten Ebene erwerben wir die Lizenz zur Herstellung. Mit der zweiten und dritten Ebene erweitern wir unser ursprüngliches Geschäftskonzept: Bei der zweiten Ebene haben wir ein Mitvertriebsrecht und stellen unsere Supply Chain und unsere Marktkenntnis zur Verfügung. Bei der dritten Ebene bieten wir ausschließlich unser Know-how an, um andere Hersteller bei Rabattverträgen zu beraten und zu unterstützen.“

Da solche Start-ups nicht gerade 9-to-5-Jobs sind, ist die Zeit für Privates manchmal knapp. Von Wedel nutzt sie vor allem als gemeinsame Zeit mit seiner Frau und den drei Kindern und der Familienhund ist natürlich auch dabei. Reinhold erdet sich beim Fußball und auf Reisen. Die Frage, was denn das Quartett auf der menschlichen Ebene verbindet, beantworteten sie mit zwei rezeptfreien Zutaten: Humor und italienisches Essen.

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