Inhalationstherapie

Führungswechsel bei Pari Pharma Patrick Hollstein, 24.06.2021 12:28 Uhr

Bei Pari Pharma gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin - 

Bei dem auf Inhalationstherapien spezialisierten Hersteller Pari Pharma gibt es einen Führungswechsel: Geschäftsführer Dr. Martin Knoch verabschiedet sich nach 30 Jahren in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt ab 1. Juli Dr. Stefan Seemann an.

Pari Pharma ist innerhalb der gleichnamigen Unternehmensgruppe die Sparte, die schwerpunktmäßig Pharmapartner mit medikamentenspezifischen Verneblersystemen beliefert, primär in den USA und in Europa. Beispiele sind Altera für Cayston; Zirela für Quinsair, Magnair für Lonhala oder Lamira für Arikayce. Die Inhalationsgeräte basieren auf der eFlow-Technologie, die Knoch in seiner Funktion als Geschäftsführer maßgeblich mit entwickelt und zur Marktreife gebracht hat.

Sein Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen: Seemann ist von Hause aus Chemiker und kam im Jahr 2000 von Boehringer Ingelheim zu Pari, wo er zuletzt bereits für die Entwicklung und Produktion der Membranvernebler zuständig war. Laut CEO Dr. Johann Zimmermann ist damit Kontinuität gewahrt: „Mit Dr. Seemann übernimmt ein sehr erfahrener Mann aus den eigenen Reihen das Steuer – beste Voraussetzungen dafür, die Geschäftsbereiche der Pari Pharma in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Seemann will auch in Zukunft das über Jahrzehnte aufgebaute Know-How und die gesamte Innovationskraft aufbieten, „um unseren Partnern aus der Pharmaindustrie maßgeschneiderte, hochqualitative und patientengerechte Membranvernebler-Systeme auf Basis der eFlow-Technologie zur Verfügung zu stellen“. Durch die Ausweitung unserer Produktionskapazitäten an den Standorten Gräfelfing und Gilching sei man bestens für die langfristige und zuverlässige Belieferung der Pharmapartner aufgestellt. Auch das eigene Portfolio rund um die Indikation Mukoviszidose und die Produkte Bronchodirect, Colifin und Vantobra soll weiter ausgebaut werden.

Die Sparte steuert rund 66 Millionen Euro zum Gesamtumsatz von 145 Millionen Euro bei. Die klassischen Vernebler (Pari Boy, Velox, Vortex) sowie die seit 2015 eingeführten inhalativen Generika wie Mucoclear und Pari Protect werden von der Schwesterfirma Pari vertrieben. Ein Schwerpunkt soll künftig auch auf OTC-Produkten liegen. Zuletzt hatte das Unternehmen einen Corona-Schnelltest auf den Markt gebracht. Geschäftsführerin dieses Bereichs ist Dr. Davia Viellechner. Die Produktion (Paritec) leitet Jürgen Müller.

Pari wurde 1906 in Wuppertal gegründet, heute sitzt die Gruppe mit insgesamt mehr als 600 Mitarbeitern in Starnberg. Eigentümer ist Johann Stephan Brugger.