Berlin -

Das niedersächsische Unternehmen Uncle Spoony sucht momentan Apotheker als Kooperationspartner für den deutschlandweiten Vertrieb von internationalen Suppen zur Linderung von Erkältungsbeschwerden. In Zusammenarbeit mit einem Koch entwickelte Gründer Gerrit Benkler verschiedene Rezepturen. Zum Verkaufsstart sind vier Sorten erhältlich: Deutschland, Italien, Vietnam und Thailand.

„Der erste Vertriebskanal für uns sind Apotheken, zu denen das innovative Konzept passt“, sagt Benkler. Die Apotheken sollen direkt und über den Großhandel beliefert werden. „Wir suchen auch derzeit noch weitere Apotheken außerhalb von Hannover, die ein Interesse an einer Zusammenarbeit haben, auch um uns während der Startphase ein direktes Kundenfeedback liefern zu können“, so Benkler. Außerdem gebe es Überlegungen, die Produkte über den Onlineshop oder bei Amazon zu verkaufen.

Der Gründer erzählt, wie er zu der Idee kam: „Ich habe zu Hause krank im Bett gelegen und irgendwann hat man dann keine Lust auf heißen Tee. Ich bin dann losgegangen, um Zutaten für eine frische Hühnerbrühe zu kaufen, um diese im Anschluss zu kochen. Das ist dann erstens zeitaufwändig und zweitens hat man die nächsten Tage dann auch immer nur eine Suppe mit dem gleichen Geschmack.“ Diese beiden Probleme wollte er mit der Gründung von Uncle Spoony lösen.

Der gelernte Wirtschaftsingenieur analysierte daraufhin den Markt und stellte fest, dass es bei Google große Suchvolumen nach Keywords wie beispielsweise „Zitrone gegen Erkältung“ oder „Kurkuma bei Erkältung“ gab. „Ebenfalls werden in Deutschland Millionenbeträge für rezeptfreie Medikamente gegen Erkältung in Apotheken ausgegeben, daher war auch der Markt interessant, auch wenn es sich bei den Suppen um kein Medikament handelt“, betont Benkler. Denn die Brühen dürfen nicht als „Erkältungssuppen“ verkauft werden: „Mit einer solchen Deklaration würde dem Kunden ein Gesundheitsversprechen gegeben. Claims in dieser Art wurden von der EU eingeschränkt.“

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