Telemedizin

DrEd: Filiale in Deutschland APOTHEKE ADHOC, 11.01.2019 14:15 Uhr

Bis zur Eröffnung der neuen Niederlassung wird das Unternehmen voraussichtlich gar nicht mehr als DrEd bekannt sein. Denn erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen angekündigt, sich umzubenennen. Zukünftig wird es „Zava“ heißen, was von der französischen Frage „Ça va?“, also „Wie geht‘s?“, abgeleitet sein soll. Die Umbenennung begründet DrEd aber auch damit, in sechs europäischen Ländern aktiv zu sein. „Zava ist ein internationaler Name und bringt den Kern unserer täglichen Arbeit auf den Punkt: Ihr Wohlbefinden“, so die Telemediziner. Neben Deutschland können sich Kunden in Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland und Frankreich behandeln lassen.

DrEd hatte bisher einen schweren Stand in Deutschland. Der damalige Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte die Online-Praxis 2016 per Gesetz von der Fernbehandlung in Deutschland ausschließen wollen und Apothekern verboten, Online-Rezepte zu bedienen. Mitte 2018 kam DrEd dennoch zurück: Seit dem Sommer darf DrEd Privat- und Kassenpatienten in Baden-Württemberg beraten und behandeln. Mehr als 100 Mitarbeiter arbeiten für das in London gegründete Unternehmen. Europaweit führen die Ärzte von DrEd monatlich 100.000 Beratungen und Behandlungen durch.

Seit September können sich Frauen auch die Erstverordnung für die Pille digital ausstellen lassen. Michel Wenger, ärztlicher Leiter von DrEd Deutschland, sieht keinen grundsätzlichen Unterschied: „Wir als Ärzte tragen die Verantwortung für die Behandlung – egal, ob sie offline, oder wie bei DrEd, online erfolgt. Die Sicherheit unserer Patienten steht für uns an erster Stelle.“

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