Douglas sucht Apotheker

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Die Hersteller hatten immer wieder beteuert, dass sie die Ware nicht direkt an Drogerieketten verkaufen. Und auch gegen den Graumarkt wurde regelmäßig vorgegangen: Auffällige Bestellungen werden seit Jahren verfolgt. Immer wieder werden auch Apotheken erwischt, die die Kosmetik unerlaubt weitergeben. Auch dem Großhandel wird immer wieder vorgeworfen, Ware in den Mass Market zu leiten.

Der Erfolg ließ sich bei dm auch nicht mit Werbung erzwingen: Die Kette hatte sogar mit speziellen Kampagnen auf das Sortiment hingewiesen: „Exklusive Apothekenartikel jetzt in ihrem dm-Drogeriemarkt“, hieß es etwa auf Plakaten in den Filialen. Auch in den Einkaufskörben lagen Flyer aus, auf denen einschlägige Kosmetikmarken abgebildet waren. Daneben stand: „Bekannte Apothekenkosmetik“.

Mit dem Rückzug endete nach fast zehn Jahren eine Ära, in der Drogerieketten wie dm, Schlecker, Rossmann und Müller sich mit Produkten aus der Apotheke positionieren wollten – was nach dem großen Ausverkauf geblieben ist, sind freiverkäufliche Gesundheitsprodukte aus der Offizin. Ob Douglas mehr Erfolg als „Kosmetikapotheke“ hat, wird sich zeigen.

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