DocMorris: Vier Preise für ein Voltaren

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Die Logik dahinter ist einfach: Wer ohnehin schon DocMorris-affin ist und womöglich schon ein Kundenkonto besitzt, achtet nicht so sehr auf die Preise. Um in Preisvergleichsportalen oder über die Google-Suche aber preisaffine Kunden abzugreifen, muss die Versandapotheke für einen guten Platz im Ranking hart mitbieten. Auf diese Weise kann DocMorris bei der eigenen Marge eine Mischkalkulation fahren.

Und damit die treuen DocMorris-Kunden nicht merken, dass sie übervorteilt werden, gibt es Cookies. Wer einmal bei Medizinfuchs das Schnäppchen gesehen hat, bekommt es auch im Shop direkt angeboten. Die Website passt über die gesetzten Cookies des Nutzers automatisch die Preise an.

Das Dynamic Pricing (dynamische Preismanagement) kennt jeder aus dem Handel. Ganz allgemein werden die Preise dabei dem Marktbedarf angepasst. Während der Schulferien ist der Urlaub teurer, am Abend tankt man Benzin billiger als mittags und Kurzstreckenflüge soll man angeblich am besten etwa zehn Wochen vor Abflug buchen.

Aber das ist Dynamic Pricing für Anfänger. Schon 2012 hat die US-Supermarktkette Safeway personalisierte Rabattcoupons an die Besitzer von Kundenkarten verteilt. Je nach deren früheren Einkaufsverhalten bekamen sie besondere Angebote. Zwei Kunden, ein Produkt, zwei Preise.

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