Deal oder Prozess: AvP-Verfahren am Scheideweg

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Salopp formuliert: Auf einem Geldschein in der Insolvenzmasse steht nicht der Name einer bestimmten Apotheke, oder vielleicht nicht nur ihr Name. Es könnte also theoretisch sein, dass das vorgefundene Vermögen der AvP nicht einmal ausreicht, um alle Aussonderungsrechte zu bedienen, so sie zugestanden werden. Eine Quotierung ist bei Aussonderungsrechten wiederum grundsätzlich nicht vorgesehen. Da Hoos diese Rechte aber ohnehin größtenteils nicht anerkennt, müssten die Apotheken dies gerichtlich durchsetzen.

Eine Alternative wäre der außergerichtliche Vergleich. Das ist allerdings ein ambitioniertes Vorhaben, da ein Großteil der betroffenen Apotheken zustimmen und dabei sehr wahrscheinlich auf ihre Aussonderungsrechte verzichten müsste. Auch Hoos rechnet damit, dass es demnächst eher zu Musterprozessen zu den Aussonderungsrechten kommen wird. Auch dieser Weg würde letztlich Klarheit bringen – allerdings deutlich später.

Vor diesem Hintergrund kann Hoos noch immer keine konkreten Angaben zur möglichen Höhe einer Quote machen. „Dazu gibt es zu viele Unwägbarkeiten.“ Das habe er auch im Finanzausschuss erneut so erklärt. Offenbar sei er von einem Abgeordneten mit seiner Formulierung, die Quote könne bei 40 oder bei 70 Prozent liegen dahingehend falsch verstanden worden, der endgültige Wert liege tatsächlich zwischen diesen beiden Zahlen. Mit anderen Worten: Die Quote kann auch unter 40 oder über 70 Prozent liegen. Zumindest der untere Grenzwert dürfte aber nach allem bisher Bekannten gehalten werden. Hoos äußert sich dazu auf Nachfrage nicht, sein „signifikant“ bleibt vorerst die einzige Angabe zur Quote. Für die Apotheken sagt der Wert sowieso weniger aus: Eine geringe Quote könnte ja auch bedeuten, dass sie ihre Aussonderungsrechte doch erfolgreich geltend machen konnten.

 

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