Blaues Plasma: Wundpflaster aus Star Trek

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Eine ähnlich wachsende Bedeutung spielen chronische Wunden. Etwa vier Millionen chronische Wundpatienten gibt es bereits in Deutschland und jährlich rund 30.000 Amputationen. Mit nicht weniger als sechs Milliarden Euro Behandlungskosten im Jahr belastet das das Gesundheitssystem. Mahrenholz verspricht deshalb nicht nur neue Behandlungserfolge, sondern vor allem Einsparungen von rund 20 Prozent in der Wundbehandlung durch seine Erfindung.

Denn das inionisierte Gas hat nicht nur eine sterilisierende Wirkung – die bei der Abtötung keinen Unterschied zwischen „normalen“ und multiresistenten Keimen macht – sondern versetzt auch die körpereigenen Zellen in einen Stresszustand. Was erst einmal negativ klingt, hat eine überaus positive Wirkung: Dadurch werden nämlich biochemische Prozesse in Gang gesetzt, die unter anderem die Durchblutung und die Wundheilung rasant fördern. Mahrenholz kann das mit beeindruckenden Therapieerfolgen illustrieren, für die man allerdings einen starken Magen braucht. Chronische Wunden, die teils seit anderthalb Jahren behandelt wurden, habe sein Gerät innerhalb weniger Anwendungen in einen Heilungsprozess versetzen können.

Die Technik zur Erzeugung Blauen Plasmas hat Mahrenholz nicht erfunden. Doch bisherige Geräte konnten nur einen dünnen Plasmastrahl erzeugen, der nur winzige Flächen bearbeiten kann. Die Behandlung einer großflächigen Wunde hat dementsprechend viel Zeit in Angriff genommen. Coldplasmatech hat diese Technologie auf die Fläche ausgedehnt: In dem Wundpatch befindet sich ein Netz aus Kanälen, die die umgebende Luft über der Wunde ionisieren und so breitflächig wirken. Mit den 100 Quadratzentimetern an Kanälen auf dem Patch können so 200 Quadratzentimeter Wunde behandelt werden. Was er nun noch braucht, sind Partner im Gesundheitswesen, die der Anwendung auch zum wirtschaftlichen Durchbruch verhelfen.

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