Cannabis: Pharma- trifft Immobilien-Milliardär

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In Langenfeld, 60.000 Einwohner zwischen Köln und Düsseldorf, sind beide aufgewachsen. Mit 14 habe er den Wunsch verspürt, „so viel Geld zu verdienen, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich aufstehe und was ich tue“, sagte Uwe Reppegather vor ein paar Jahren der Tageszeitung „Die Welt“ für ein Porträt über ihn. In der Schule lief es nach eigenen Angaben nicht so rosig und mit einer Ausbildung als Großhandelskaufmann in der örtlichen Spar-Großhandelszentrale ließen sich die großen Ziele auch nicht ganz so gut umsetzen. Als Gebrauchtwagenhändler ins Rotlichtmilieu soll es ihn danach verschlagen haben, erzählt man sich. Reppegather dementiert eher den Teil mit den Gebrauchtwagen, aber so richtig einlassen will er sich auf die Frage auch nicht.

1989 setzte er seinen Fuß das erste Mal ins Immobiliengeschäft. Mit den Ersparnissen der ersten Berufsjahre kaufte er damals ein Düsseldorfer Restaurant, das Casablanca. Der ganz große Sprung kam aber nach der Wiedervereinigung: Die beiden Brüder gehen Anfang der Neunziger in die neuen Bundesländer, um offene Vermögensfragen zu klären, und werfen ein Auge auf Restitutions- und Erbansprüche enteigneter Bürger. Sie kaufen Rückforderungsansprüche auf einst enteignetes Vermögen, Grundstücke und Häuser auf und reprivatisieren sie. Rund 200 Wohnungen haben sie so im ersten Jahrzehnt nach der Wende gekauft, saniert und wieder verkauft.

Doch dann zieht es die beiden wieder in die alte Heimat. Sie entdecken ein neues Betätigungsfeld für sich, das einträglicher ist und ihnen den ganz großen geschäftlichen Durchbruch bringt: Kaufhäuser in besten Innenstadtlagen. 1998 beginnt es mit einem H&M in Neumünster. Das Projekt wird zum Erfolg. Uwe und Wolfgang Reppegather gründen die Immobiliengesellschaft Centrum und bauen das Unternehmen zum „Marktführer in der Projektentwicklung im Bereich exponierter Einzelhandelsimmobilien mit großem Wertsteigerungspotenzial“ aus, wie sie es heute selbst bezeichnen.

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