Cannabis: Engpass-Katastrophe abgewendet

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Aurora bestätigte, dass es sich bei dem „proprietären Schritt“ um die Bestrahlung des Cannabis handelt. Die für den deutschen Markt hergestellten Pflanzen kämen zwar aus einer EU-GMP-zertifizierten Anlage in Kanada, würden dort aber nicht – wie in den Niederlanden üblich – mit Gamma-, sondern mit Elektronenstrahlbestrahlung, sogenannter E-Beam, behandelt. Nach der Einschätzung des BfArM benötigt Aurora dafür eine gesonderte arzneimittelrechtliche Zulassung für den E-Beam-Prozess – die das Unternehmen nicht hatte. Das hat sich nun geändert: Die Anlage in Bradford, Ontario, sei nun GMP-zertifiziert worden, verkündete Aurora am Montag. „Damit erhöht sich die Anzahl der Produktionsanlagen mit EU-GMP in Kanada auf drei und die verfügbare Gesamtproduktionskapazität für den internationalen medizinischen Markt um 230 Prozent“, so das Unternehmen.

Es lägen nun „alle erforderlichen Genehmigungen von den lokalen Behörden in Deutschland“ vor, um den Verkauf seiner Medizinalcannabisprodukte nach dem vorübergehenden Lieferstopp im Dezember 2019 wieder aufzunehmen. Aurora werde nun umgehend bestehende Bestellungen bearbeiten und ausliefern, um die Patientenversorgung und den sofortigen Zugang in Apotheken sicherzustellen.

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