Cannabis: Engpass-Katastrophe abgewendet

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Im offiziellen Register können die auch eingesehen werden: Demnach ist die Zahl der Zulassungen mittlerweile auf über 140 angestiegen, über 20 Unternehmen haben jetzt eine AMRadV-Lizenz, darunter Aurora, Tilray, Cannamedical, Adrex Pharma, Geca und 1 A Cannabis. Adrexpharma beispielsweise bestätigt, wieder voll im Markt zu sein und alle notwendigen Schreiben des BfArM erhalten zu haben. „Wir sind voll verkehrsfähig und lieferfähig“, so ein Sprecher.

Auch der Kölner Importeur Geca betont, dass sich die Liefersituation nun entspanne. „Aufgrund von verschiedenen Meldungen aus der Presse erhalten wir vermehrt Anfragen zu unserer Lieferfähigkeit“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Alexander Rieg. „Der Markt zeigt sich angespannt, da einige Großhändler ihre Auslieferungen stoppen mussten. An dieser Stelle haben wir mit der stetigen Einhaltung und Kontrolle aller geltenden Vorschriften und Regelungen dafür Sorge getragen, dass die Produktqualität und Lieferfähigkeit unsererseits sichergestellt sind.“

Einen speziell gelagerten Fall stellt dabei Aurora dar. Das kanadische Unternehmen, das als einer von nur drei Herstellern einen BfArM-Zuschlag für die Produktion in Deutschland erhalten hat, gab kurz darauf bekannt, wegen eines „proprietären Schritts in unserem Produktionsprozess“, der eine zusätzliche Genehmigung der deutschen Behörden benötige, nicht lieferfähig zu sein. Einen Rückruf habe man jedoch nicht eingeleitet. In der Cannabisbranche schossen daraufhin die Gerüchte ins Kraut, dass es sich um die Produktionsanlage in Kanada gehandelt habe. Dort sei das Cannabis mit einer nicht GMP-zertifizierten Anlage bestrahlt und damit rein formell jahrelang illegal in Verkehr gebracht.

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