OTC-Abgabe

BVerwG: Keine Beratung im Nachhinein APOTHEKE ADHOC, 21.01.2013 10:35 Uhr

Berlin -

Ist ein Produkt erst einmal im Warenkorb, ist es für den Apotheker deutlich schwieriger, den Kunden zu beraten. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesverwaltungsgericht (BVerG) im Streit um den Verkauf von OTC-Produkten in der Freiwahl. Die Leipziger Richter hatten im Oktober das in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelte Selbstbedienungsverbot bei OTC-Produkten als verfassungsgemäß bestätigt.

Kunden seien nach dem ungehinderten Zugriff auf OTC-Produkte für eine Beratung im Nachhinein wenig empfänglich, heißt es in der Begründung. Besonders bei apothekenpflichtigen Präparaten müsse aber über die richtige Einnahme und Neben- oder Wechselwirkungen umfassend informiert werden.

Der Gesetzgeber dürfe „Rahmenbedingungen schaffen, die die Beratungsfunktion der Apotheke stärken und das Zustandekommen eines Beratungsgesprächs fördern“. Die zeitlich und räumlich bedrängte Situation an der Kasse reiche für eine ausreichende Beratung oft nicht aus.

Mit dem Selbstbedienungsverbot sollten gerade Menschen geschützt werden, die auf Information durch das Apothekenpersonal angewiesen seien, „sich dessen jedoch nicht bewusst sind oder davor zurückscheuen, einen Informations- und Beratungsbedarf zu erkennen zu geben“. Das Personal müsse gegebenenfalls auch abraten und an einen Arzt verweisen; bei der Selbstbedienung bestehe dagegen die Gefahr, dass der Kunde aus Unkenntnis oder aufgrund einer Verwechslung auf ein ungeeignetes Präparat zurückgrei

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