Dr. Wolff klärt auf

BioHAP: Der Stoff, aus dem die Zähne sind APOTHEKE ADHOC, 09.10.2019 11:49 Uhr

Der Calcium- und Phosphatlieferant remineralisiert den Zahn anders als Fluorid. Zum einen ist die Verbindung nicht zwangsweise auf Speichel angewiesen, zum anderen werden initiale Kariesläsionen bis in tiefere Zahnschichten remineralisiert. Durch die Ähnlichkeit zum natürlichen Zahnschmelz kann sich die Verbindung gut an den Zahn anlagern, ist auf dem Portal zu lesen. Zum Vergleich: Fluorid kann nur die Oberfläche von initialen Kariesläsionen remineralisieren.

Die Substanz besitzt einen großen Härtegrad und kann bereits zum Kariesschutz ab dem ersten Zahn eingesetzt werden. BioHAP ist beim Verschlucken unbedenklich und daher auch für Babys und Kleinkinder geeignet, die noch nicht ausspucken können. Gelangt die Substanz in den Magen, wird sie dort von der Säure aufgelöst und Calcium freigesetzt.

Dr. Wolff hat seit Anfang des Jahres die Karex Kinder Zahnpasta mit Hydroxylapatit auf dem Markt, um den Zahnschmelz zu schützen und zu reparieren. Das Produkt kann bereits ab dem ersten Zahn angewendet werden. Die Altersempfehlung liegt bei Kindern von 0 bis 12 Jahren. Dr. Wolff verweist auf eine im März 2017 vorgestellte klinische Studie, die erstmals den Beweis erbracht habe, dass Karex gleichermaßen vor Karies schützen könne wie etablierte Produkte mit Amino- oder Zinnfluorid. Karex Kinder Zahnpasta soll zweimal täglich angewendet werden. Neben Karex setzen unter anderem auch Biorepair (Dr. Wolff) und Apacare (Cumdente) auf Hydroxylapatit. Zum Kariesschutz für Kinder mit Fluorid sind beispielsweise auf dem Markt: Elmex Kinderzahnpasta (CP Gaba), Weleda Kinder-Zahngel, Gum Kids und Junior (Sunstar), Nenedent (Dentinox) oder Sensodyne Proschmelz Junior (GlaxoSmithKline).

Karies wird durch bestimmte in der Mundhöhle und Zahnbelegen lebende Bakterien ausgelöst. Diese können dank der in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate überleben. Die lebenswichtige Energie gewinnen die Bakterien vor allem aus Zucker, der in Säuren umgewandelt wird, die wiederum den Zahnschmelz demineralisieren. In der Folge bilden sich Löcher. Kleinkinder sind besonders anfällig für Karies, daher ist bei Babys und Kleinkindern die Mundhygiene von großer Bedeutung, auch wenn die Milchzähne irgendwann ausfallen.

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