Apothekenkosmetik erholt sich

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Insgesamt macht die Corona-Krise der Kosmetikbranche auch außerhalb der Apotheke weiter zu schaffen. Der lang anhaltende Lockdown im Frühjahr habe beim stationären Parfümeriefachhandel und bei den Hersteller von Parfüms, Kosmetik und Hautcremes erneut zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt, berichtete der Kosmetikverband VKE. Im laufenden Jahr rechnet der Verband deshalb beim Vertrieb von Kosmetik und Körperpflegeprodukten des mittleren, hohen und höchsten Preissegments erneut mit einem Umsatzminus von bis zu 5 Prozent. Im Corona-Jahr 2020 waren die Umsätze um 9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro geschrumpft. Damit sei die Branche „mit einem blauen Auge“ durch die Krise gekommen.

In den Apotheken war der Rückgang weniger stark. Im vergangenen Jahr wurden in der Offizin insgesamt 5 Prozent weniger umgesetzt als 2019. Die Versandapotheken verzeichneten ein Plus von 13 Prozent; der Gesamtmarkt war um 2 Prozent rückläufig. Im Präsenzgeschäft verschoben sich die Marktanteile leicht. Eucerin wuchs besser als der Gesamtmarkt und bleibt auf Platz 1 mit knapp16 Prozent. Dahinter rangieren La Roche-Posay (knapp 11 Prozent), Avène (knapp 8 Prozent) und Vichy (7 Prozent). Linola kommt auf 6 Prozent.

Vor allem das Geschäft mit dekorativer Kosmetik wie Nagellack, Make-up und Lippenstiften war im Pandemie-Jahr 2020 im Mass Market wie in den Apotheken bei den Bereichen Anti-Age oder Gesichtspflege drastisch eingebrochen. Hier betrug das Umsatzminus gut 20 Prozent. Deutlich besser lief es bei der pflegenden Kosmetik, wo das Umsatzminus lediglich 4,4 Prozent betrug. Viele Verbraucher hätten sich im Homeoffice etwas Gutes tun wollen, sagte VKE-Präsident Markus Grefer. Zudem habe die Maskenpflicht bei vielen Menschen einen erhöhten Hautpflegebedarf ausgelöst.

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