Apomap: Botendienst als Familien-Start-up

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Schäfer zeigt sich allerdings optimistisch, dass die Softwarehäuser sich auch hier überzeugen lassen. „Ich denke, das wird mit Sicherheit noch kommen“, sagt er. Statt einer automatischen Einspeisung in die Warenwirtschaft soll Apomap deshalb zur Markteinführung nur mit einer automatischen Auflistung der Endsumme arbeiten, die der Apotheker dann händisch übernimmt. Schäfer zufolge kann eine durchschnittliche Apotheke durch Apomap am Tag eine bis anderthalb Stunden Arbeitszeit einsparen. „Der Apotheker soll mehr Zeit für die Kunden haben“, sagt er.

Ein weiteres Novum soll die Telepharmaziefunktion von Apomap sein. „Der Patient kann direkt vor der Tür mit dem Apotheker in Kontakt treten“, erklärt Schäfer. Herrscht Beratungsbedarf oder hat der Kunde schlicht eine Nachfrage, kann der Bote sein Smartphone oder Tablett zücken und es ihm vor die Nase halten. Der Apotheker wird dann live zugeschaltet und kann seine Expertise beisteuern. Für die Zukunft sind weitere Features geplant, für die allerdings noch kein Einführungsdatum feststeht, darunter eine Schnittstelle zum E-Rezept sowie Kontrolle der Temperaturführung in Echtzeit.

Bezahlen kann der Kunde an der Tür bar, mit Kreditkarte oder PayPal und auch unterschreiben kann er direkt digital. Dass er die nötige Unterschrift geleistet hat, wird in Echtzeit auch in der Apotheke angezeigt – von dort aus ist immer live zu sehen, wie der aktuelle Stand der Botenfahrt ist. Mit Jahresbeginn wollen die Schäfers ihren Botendienstdienst ausrollen. Rund 150 Apotheken hätten bereits ernsthaftes Interesse angemeldet. Rund 150 Euro soll das Grundpaket im Monat kosten, je zusätzlichem Fahrer kommen 50 Euro hinzu. Eine Kündigungsfrist gebe es nicht, das Paket ist monatlich kündbar. Auch Installationskosten würden nicht anfallen. „Das kann jeder Apotheker selbst machen“, sagt Schäfer.

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