Großhandel

Alliance will Niederlassungen schließen Patrick Hollstein, 11.02.2019 10:32 Uhr

Mähr argumentiert, dass das Unternehmen in seiner Struktur und seinen Prozessen „in die Jahre gekommen“ sei. Die Niederlassungsstruktur sei historisch gewachsen, jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, die „alte Kiste Anzag“ zurückzulassen und in eine „moderne Alliance“ zu überführen. „Unser Markt verändert sich. Dazu kommen die Digitalisierung und der demografische Wandel. Auf all das müssen wir als Unternehmen eine Antwort finden.“

Ende März, Anfang April sollen die Entscheidungen verkündet werden. Solange will Mähr sich nicht auf konkrete Standorte festnageln lassen, noch nicht einmal eine Zahl will er nennen. „Es werden weniger Niederlassungen als heute sein“, sagt Seifert schließlich. Und Mähr betont, dass Alliance auch weiterhin flächendeckend sein wird.

Allerdings dringen bereits erste Details nach außen, wo der Rotstift angesetzt werden könnte. Kolportiert wird, dass drei bis fünf Niederlassungen geschlossen werden könnten. Magdeburg steht demnach ziemlich sicher zur Disposition, der Standort war erst 2011 eröffnet worden und nur als kleine Drehscheibe für Apotheken im Norden von Sachsen-Anhalt konzipiert. Auch Saarbrücken, Leipzig und Bayreuth gelten als Kandidaten. In Würzburg wird ohnehin nach einem neuen Standort gesucht, weil der bisherige in einem Sanierungsgebiet liegt.

Ein paar Dinge seien „relativ offenkundig“, räumt Mähr ein, bleibt aber im Ungefähren: „Es gibt Niederlassungen, da werden wir in neue Technik investieren. Andere Standorte lassen sich zusammenführen, vielleicht auch in Gestalt eines Neubaus auf der grünen Wiese.“ Eine gute Niederlassung liegt nach seiner Ansicht in der Nähe von Ballungszentren, wo möglichst viele Apotheken und Patienten sind. In Regionen mit geringerer Nachfrage müsse es dann womöglich auch Abstriche geben: „Derzeit fahren wir durch die Gegend und stellen die Autobahnen voll. Wir brauchen hier intelligentere Ansätze, um Verfügbarkeit und Lieferintensität kundenindividuell abzuwägen.“ Über neue Konditionsmodelle habe man sich noch keine Gedanken gemacht, sagt Mähr. Im Gegenteil: Das Serviceangebot für die Apotheken solle ausgebaut werden: „Wir wollen unsere Alphega-Mitglieder massiv stärken.“

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