Ada soll sensible Patientendaten an Facebook geschickt haben

, Uhr

Ada selbst hat unterdessen in den Verteidigungsmodus geschaltet: Das Unternehmen weist die Berichterstattung über die mutmaßlichen Datenschutzmängel als unbegründet zurück und erhebt seinerseits Vorwürfe gegen Heise, C’T und Kuketz. „Trotz unserer Bemühungen, den Sachverhalt vorab klarzustellen, enthält der Artikel eine Reihe von Anschuldigungen, die falsch sind“, so ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. So enthalte der Artikel „Aussagen aus Veröffentlichungen anderer Institutionen, die in der Zwischenzeit von diesen als sachlich falsch anerkannt und anschließend zurückgezogen wurden“. Ada sei ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt der Klasse 1 und erfülle alle Anforderungen der DSGVO sowie des HIPAA, des US-Gesetzes zum Schutz von Gesundheitsdaten.

Dritte hätten demnach ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer keinen Zugang zu persönlichen Gesundheitsinformationen, versichert das Unternehmen. „Facebook oder Amplitude erfahren folglich nicht, ob ein User beispielsweise angibt Bluthochdruck zu haben oder wo er versichert ist.“ Im selben Atemzug gehen die Berliner zum Gegenangriff über: Die Anschuldigungen seien nur deshalb entstanden, weil der C’T-Autor nicht wisse, worüber er schreibt. „Dem Artikel legt ein klares Missverständnis darüber zu Grunde, wie mobile Anwendungen funktionieren“, so Ada.

Um Transparenz zu gewährleisten, werde das Unternehmen Anschuldigungen und Ungenauigkeiten in dem Artikel im Detail herausarbeiten. Welche diese Ungenauigkeiten sind und was genau an den Anschuldigungen falsch oder bereits revidiert worden sei, erklärt Ada jedoch (noch) nicht. Es bestehe der Bedarf, „umfassend zu erklären, wie Applikationen wie Ada funktionieren“. Angst um ihre Daten müssten die Patienten dabei allerdings nicht haben: „Der Schutz der Privatsphäre und die Sicherheit unserer Nutzer ist für uns von größter Bedeutung und absolut grundlegend für die Art und Weise wie wir unsere Technologien sowie unsere Produkte entwickeln und unser Unternehmen führen.“

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Großhandel Kippels (CDU) besucht Noweda
Kippels (CDU) besucht Noweda»
Impfung oder Coronatests für Beschäftigte
Italien: Preisdeckel für Coronatests»
Bierflaschen mit brennbarer Flüssigkeit geworfen
Versuchter Brandanschlag auf Impfzentrum»