3D-Drucker für Versandapotheken

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Apotheken vor Ort sollten sich der digitalen Transformation des Gesundheitswesens nicht verweigern, appelliert er. Sonst würden sie von der Realität ein- und im Zweifel auch überholt. Bereits jetzt sei sein Unternehmen an einem Projekt beteiligt, das eine sogenannte Ohne-Arzt-Praxis errichten will. „In dieser Praxis gibt es, wie der Name schon sagt, keinen Arzt, der physisch anwesend ist“, erklärt der Mediziner. Alles läuft digital. Wer jedoch denkt, eine solche Praxis sei noch Zukunftsmusik und – ähnlich dem DocMorris-Automaten in Hüffenhardt – zum Scheitern verurteilt, unterliegt womöglich einem gewaltigen und folgenschweren Irrtum. Denn eine große Krankenkasse sei bereits an Bord und Fördermittel stünden zur Verfügung.

Bereits im Januar 2019 soll eine solche Praxis in einer „unterversorgten Region“ live geschaltet werden. Wo genau, will Gantner noch nicht verraten. Zunächst seien drei Ohne-Arzt-Praxen geplant. Dabei soll es aber nicht bleiben. „Wenn das klappt und gut angenommen wird, werden wir das Modell in ganz Deutschland anbieten“, sagt er.

Das könnte unter Umständen auch Auswirkungen auf die Apothekerbranche haben. Während Ärzte keine Apotheken empfehlen dürfen, sei man in solchen digitalen Arztpraxen nicht daran gebunden, behauptet der Mediziner. „Da könnte man einen Vertrag beispielsweise mit einer Versandapotheke machen und alle Rezepte digital dorthin schicken“, gibt er zu bedenken. „Für uns sind aber grundsätzlich die lokalen Apotheker Partner der Wahl.“ Wenn man aber vor Ort keinen geeigneten Partner finde, werde man eben die Versender ins Boot holen.

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