3D-Drucker für Versandapotheken

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Zwar ist aus seiner Sicht das Szenario, dass Medikamentendrucker in Privathaushalten zu finden sein werden, unwahrscheinlich. Sehr gut vorstellbar sei dagegen, dass solche Geräte, die in der Lage sind, unter GMP-Bedingungen aus Filamenten auch Polypills, etwa antihypertensive Medikamente oder Lipidsenker zur Behandlung des metabolischen Syndroms, in unterschiedlichen Kombinationen zu produzieren, in großen Apotheken, Klinikapotheken, bei Großhändlern oder Versandapotheken stehen.

Sie alle könnten schon bald eine eigene Pharmaproduktion starten. Zumal aus Sicht von Gantner trotz starker Regulierung der Arzneimittelherstellung in Deutschland keine grundlegenden rechtlichen Bedenken bestehen. „Juristisch gesehen handelt es sich unserer Meinung nach um Defektur, wie auch bei der Herstellung von Salben“, ist er überzeugt. „Der Mörser des Apothekers wird durch den Drucker ersetzt.“

Erste Einsatzregionen sieht Gantner dort, wo Voraussetzungen wie etwa eine Unterversorgung, hohe Anzahl chronisch Kranker, innovativer Krankenversicherer mit nennenswerter Abdeckung in der Region, politische Unterstützung durch lokale Autoritäten und Unterstützung durch Förder- und Forschungsmittel, zusammenkommen.

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